Sketchnoting Tutorial – Jetzt Sketchnotes lernen!

Mit diesem kleinen Sketchnotes Tutorial möchte ich dir helfen, deine ersten Schritte beim Thema Sketchnoting zu machen, damit du es sofort anwenden kannst.

Nutze diese Anleitung, um typische Fehler zu vermeiden und das nötige Basiswissen zu erlangen. Es wird dir auf jeden Fall von Nutzen sein, da bin ich sicher!

Möchtest du das Sketchnoting effektiv meistern und visualisieren richtig lernen, verpasse nicht meinen großen Sketchnotes Onlinekurs.

Das Tutorial soll dir vor allem kurz und kompakt einige Grundlagen zum Sketchnotes lernen vermitteln. Los geht’s!

Wie dir Sketchnotes helfen

Auf der Startseite habe ich dir bereits den großen Nutzen von Sketchnotes erklärt und wissenschaftliche Belege aufgeführt.

An dieser Stelle möchte ich jedoch noch einmal kurz umreißen, wie Sketchnotes dir helfen und was die Ziele beim Einsatz von Sketchnotes sind.

  1. Sketchnotes kombinieren visuelle und textliche Inhalte, was zu einer effektiven Auseinandersetzung mit den Inhalten führt. Die doppelte Codierung wirkt wie ein Anker im Kopf. Dieser Grundsatz ist extrem wichtig!
  2. Informationen aus Vorträgen, Meetings oder deinen Gedanken lassen sich durch das Sketchnoting filtern und auf wesentliche Aussagen reduzieren.
  3. Sketchnotes helfen dir dabei, mit wenigen Strichen viel zu sagen. Es geht nicht um Kunst, feine Details oder Ästhetik, sondern um aussagekräftige Symbole. Um die Visualisierung von Ideen.
Aktiv zuhören und Informationen filtern

Das „Kritzeln“ unterstützt ganz nebenbei das aktive Zuhören und ist damit doppelt hilfreich.

Ich würde sagen: Lass uns jetzt zusammen Sketchnotes lernen!

Einfache Materialien zum Einstieg

Im Prinzip kannst du alles für die Erstellung deiner ersten Sketchnotes nutzen. Ob es ein Bleistift, ein Kugelschreiber oder ein Stück Kreide ist. Hauptsache du fängst an.

Du brauchst also keinerlei teure Materialien um erste Sketchnotes Luft zu schnuppern. Nutze, was du hast!

Nichtsdestotrotz möchte ich (aufgrund der häufigen Nachfragen) eine Empfehlung für gutes, möglichst neutrales Einsteiger-Material aussprechen.

Eine kleine Material Auswahl

Für den Anfang empfehle ich zum Sketchnoten gern einen weißen Ringblock – ohne Linien oder Karos. Was hingegen sehr nützlich ist, ist ein feines Punktraster. Es ist kaum sichtbar, hilft aber enorm bei der Platzierung deiner Texte und Symbole.

Als Format reicht ein stinknormales DIN A4 vorerst aus. Kompakter wird es mit einem A5 Block oder einer quadratischen Version. Brauchst du (später) mehr Platz, kannst du auch einen DIN A3 Ringblock nutzen.

Ringblöcke sind besonders praktisch

Ich persönlich bin übrigens absoluter „Ringblock“ Fan, da die Blöcke sehr kompakt sind und sich auch perfekt mitnehmen lassen. Im Gegensatz zu einer typischen Leimbindung lassen sie sich außerdem immer plan auf den Tisch legen. Das macht das Zeichnen deutlich angenehmer!

Außerdem liebe ich das quadratische Format, da es so schön symmetrisch und gleichmäßig zu füllen ist. Das ist natürlich absolute Geschmackssache.

Weiter geht es mit den passenden Stiften. Einfache Filzstifte eignen sich super zum Sketchnoting, da du nicht in Versuchung kommst, zu detaillierte Bilder malen zu wollen.

Praktische Stifte für Sketchnotes

Die runde Spitze der Filzstifte ist sehr neutral, einfach zu beherrschen und relativ robust. Ideale Voraussetzungen um das Sketchnoting zu lernen. Außerdem gibt es (im Falle der Stabilos) exakt die gleichen Farben auch als Fineliner oder Brushpen Variante.

Zusätzlich lohnt es sich immer, ein Set von wasserfesten Finelinern zu besitzen. Für feinere Zeichnungen, Schriften oder notwendige Details. Wasserfest sollten sie sein, damit du auch nachträglich noch Farben ergänzen kannst, ohne deine Linien zu verwischen. Das wäre sonst sehr ärgerlich!

Die folgenden Sets sind meine absoluten Favoriten:

Es gibt auch Stifte mit einer sogenannten „Keilspitze“. Durch die schräge Spitze entsteht ein anderes Schrift- bzw. Zeichenbild. Mal etwas dicker, mal dünner und mit verschiedenen Übergängen.

Keilspitze

So wirken deine Zeichnungen automatisch etwas interessanter. Speziell beim Schreiben ist eine solche schräge Spitze manchmal von Vorteil. Ich persönlich mag Rundspitzen allerdings lieber.

Wie bereits gesagt kannst du auch ganz simpel mit einem Kugelschreiber und einem Bleistift loslegen. Sketchnotes lassen sich auch damit anfertigen.

Zu dem Thema Material habe ich auch noch eine eigene Unterseite erstellt.

Du kannst das Sketchnotes Tutorial übrigens auch digital begleiten (zum Beispiel auf dem iPad). Das funktioniert ebenso gut, wie mit den analogen Werkzeugen.

Strich für Strich zum ersten Symbol

Jetzt musst du dich nur noch trauen, dein Material zu nutzen. Deinen Stift wirst du ab jetzt nicht mehr nur zum Schreiben, sondern auch zum „Zeichnen“ einsetzen.

Denk daran: Es geht nicht um die Ästhetik deiner Zeichnung, sondern um die Wirkung.

Beim Einstieg in das Sketchnoting fällt immer wieder der Begriff des visuellen Alphabets. Je nach Definition bezeichnet es eine kleine Sammlung einfacher Striche – mit denen du bereits unzählige Symbole erzeugen kannst.

Das Sketchnotes Tutorial soll dir auch hier einen Einstieg ermöglichen. Schau dir einfach mal die nachfolgenden Striche an.

Visuelles Alphabet für Sketchnotes

Und jetzt zeichne jeden einzelne Grundform einmal nach. Nicht so schwer, oder?

Anschließend wird es Zeit für deine ersten Symbole (bestehend aus den gerade gelernten Grundformen). Auch hier heißt es wieder: Direkt mitmachen!

Symbole aus Grundformen

Nicht schummeln und einfach weiterscrollen! Mitmachen! Du wolltest doch ein Sketchnotes Tutorial haben, oder?

Ein Symbol systematisch und Strich für Strich zu zeichnen lässt es plötzlich deutlich einfacher erscheinen. Und genau diese Denkweise kommt uns beim Sketchnoting zu Gute.

Statt komplexer Perspektiven und detaillierten Zeichnungen abstrahieren wir die Bilder auf das Nötigste. Dazu muss das Ergebnis weder real, noch anatomisch korrekt sein.

Einfach visualisieren
Symbole schnell und einfach zeichnen.

Wir verzichten daher meist auch auf dreidimensionale Darstellungen, aufwendige Details und komplizierte Strichführungen.

Das soll nicht heißen, dass keine detaillierten Bilder erlaubt sind. Am Ende entscheidest du ganz allein, wie du deine Sketchnotes erstellst!

Manchmal kann eine auffällige, aufwendige Zeichnung auch bewusst genutzt werden um deinen Fokus zu setzen.

Beim Einsatz von Symbolen gibt es meist mehrere Möglichkeiten, einen Sachverhalt darzustellen. Die Wirkung entsteht dabei häufig erst durch die Bild-Text-Kombination.

Verschiedene Visualisierungsmöglichkeiten

Alle drei Symbole visualisieren eine Idee – auf ganz unterschiedliche Art und Weise.

Du kannst eine Idee als Schrift, als Glühbirne oder etwas komplexer durch einen Kopf mit entsprechenden Aktionslinien darstellen.

Wie du dich für das richtige Bild entscheidest und ob es textlich gestützt werden muss, sehen wir uns in meinem Sketchnotes Online-Kurs detaillierter an.

Elemente einer Sketchnote

Aus den bereits gelernten Grundformen kannst du unendlich viele Symbole erstellen. Dabei gibt es einige typische Elemente, die sich in der Vergangenheit als simpel und effektiv erwiesen haben.

Deshalb tauchen diese Elemente beim Sketchnoting immer wieder auf und es lohnt sich, sie durch regelmäßiges Üben auswendig zu lernen.

Dazu gehören zum Beispiel Pfeile, Linien, Container in ganz verschiedenen Ausprägungen, Gesichter und Figuren.

Grundelemente für Sketchnotes

Kombiniert man diese Elemente mit weiteren aussagekräftigen Symbolen, passender Schrift und bringt alles in eine logische Struktur entsteht eine richtige Sketchnote.

Symbole lernen

Es ist normal, dass du am Anfang manchmal länger überlegen musst welches Bild du für einen bestimmten Sachverhalt, eine Emotion oder ein Objekt einsetzt.

Mit der Zeit wirst du dir aber ein Repertoire an Bildern und Symbolen erarbeiten, die du immer wieder verwenden kannst (auch Bildvokabel Bibliothek genannt). Am besten legst du dir eine solche Bibliothek wirklich physisch an!

Bildvokabel Heft

Denke dabei nicht zu kompliziert und nutze möglichst die erlernten Grundformen!

In meinem online Sketchnoting Workshop erhältst du zu jeder Lektion ein DIN-A4 mit Bildern, von denen du anfangs „abgucken“ kannst um neue Bildvokabeln zu lernen. Quasi eine Art Spickzettel für deinen Lernprozess.

Außerdem zeige ich dir, wo du sonst noch Symbole herbekommst oder mittels einfacher Kreativtechniken ganz eigene Symbolideen entwickelst (das ist dann die Königsdisziplin beim Sketchnoten).

Farbe ins Spiel bringen

Wenn du die Zeit hast, nutze Farben um deinen Sketchnotes noch mehr Leben einzuhauchen.

Farbe hilft dabei, wichtige Elemente hervorzuheben und die Aufmerksamkeit des Betrachters zu lenken. Du kannst deine Sketchnotes natürlich auch später noch um Farben ergänzen.

Wähle die Farben dabei passend zum Inhalt und setze sie bewusst ein, um bestimmte Aussagen in den Fokus zu rücken.

Üben, üben, üben

Nur durch ständiges lernen, probieren und machen wirst du besser. Versuche verschiedene Themen, Vorträge oder Kurzfilme in sinnvolle Sketchnotes zu bringen.

Übung macht den Meister

Auch die Darstellung von Rezepten als Sketchnotes ist eine einfache und effektive Übung um deine Sketchnoting Fähigkeiten zu trainieren.

Wie bei vielen anderen Dingen gilt auch beim Sketchnoting: Übung macht den Meister!

Mein Sketchnotes Tutorial soll dir nur einen ganz einfachen Einstieg bieten. Danach ist es an dir, möglichst häufig zu skizzieren, zu scribbeln und zu sketchnoten.

Das Zauberwort ist hier „machen“. Nur so wirst du besser!

Sicherheit mit dem Stift gezielt trainieren

Es gibt viele Möglichkeiten deine Striche sicherer und genauer werden zulassen. Neben häufigem zeichnen kannst du deine „Strich-Genaugikeit“ auch gezielt trainieren.

Dazu kannst du beispielsweise einen Kreis zeichnen und versuchen einen etwas größeren Kreis exakt um den ersten herum zu zeichnen.

Fingerfertigkeit trainieren
Verschiedene Übungen mit Linien und Kreisen.

Oder du malst parallele Linien, sich überlappende Bänder und mehr. Deine Sketchnoting Skills werden dadurch immer automatisch gestärkt.

Diese Übungen eigenen sich übrigens auch super als kleine Finger-Aufwärmübung.

Häufig merkt man in den ersten Minuten des Sketchnotings, dass man noch nicht so richtig „drin“ ist. Dabei ist die Hand noch kalt und zittrig.

Mit ein paar schnellen Bildern und Symbolen kannst du deine Hand aufwärmen und die Kopf-Hand-Koordination einstellen. Nach kurzer Zeit bist du viel sicherer in deiner Strichführung.

Sketchnoting Geschwindigkeit verbessern

Man lernt nie aus. Doch an einem bestimmten Punkt hast du deine Sketchnoting Fähigkeit vielleicht bis auf ein bestimmtes Niveau ausgebaut und weißt nicht, wie du noch besser werden kannst.

Ganz einfach: Trainiere deine Zeichengeschwindigkeit. Versuche so schnell zu werden, dass du Gespräche und Vorträge in Echtzeit Sketchnoten kannst!

So wirst du vom Sketchnoter zum Graphic Recorder.

Versuche deine Skills auszubauen indem du in Meetings oder bei Events live deine Sketchnotes anfertigst.

Auch kleine Vorträge, bei denen du eigentlich keine Notizen anfertigen müsstest, eignen sich gut zur Übung. Dabei wirst du auch sicherlich den ein oder anderen beeindrucken … 😉

So geht es weiter!

Habe ich dein Interesse am Sketchnoting geweckt und du möchtest es Schritt für Schritt mit effektiven, hochwertigen Video-Anleitungen lernen?

Werde jetzt Teil des großen Sketchnotes Onlinekurses. Dort erhältst du neben den vielen Erklär- und Mitmachvideos auch praktisch Vorlagen zum Ausdrucken und Übungsaufgaben, die dich direkt fordern. Ich hoffe wir sehen uns dort.

Möchtest du vorher noch ein bisschen allein herumprobieren, kannst du meine kostenlosen Übungsblätter nutzen.

In folgendem Video habe ich außerdem noch eine spannende Übung für dich, die du sofort umsetzen kannst:

Viel Freude in der Welt der Sketchnotes!

5 Gedanken zu „Sketchnoting Tutorial – Jetzt Sketchnotes lernen!“

  1. Moin Timo,
    ich arbeite mit demenziell erkrankten Menschen und habe die Idee, dass diese mit Sketchnotes deutlich mehr, als denn mit geschriebenen Texten anfangen können.
    Ich habe heute die ersten Schritte in dieser Richtung unternommen und Deine Seite hat mich irgendwie eingefangen. Danke dafür!
    Noch bin ich der erste im Klinikum, der sich daran versucht- ob ich einen online-Kurs besuche werde ich von meinen Erfolgen bei den Patienten abhängig machen..
    Fazit: ansprechende Seite, Erklärungen machen Lust auf mehr, Danke für den Newsletter und das Downloadmaterial.

    Antworten
    • Hi Arne, danke für deine Rückmeldung! Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Visualisierungen da wirklich helfen können.
      Gib gern nochmal Bescheid, wenn sich das Thema bei dir entwickelt hat.
      Liebe Grüße!

      Antworten
  2. Hallo ich habe schon vorher angefangen zu ,,sketchen,, wusste aber nie wie ich es wirklich anwenden soll.
    Deine Website ist aber voll cool!!!✏
    LG

    Antworten
  3. Hi Timo,
    alles, was ich bisher von dir gelesen habe, war interessant, hilfreich, nach vollziebar auch in der Praxis umsetztbar, inspirierend, motivierend… Super! Weiter so.
    Für das Lettering brauche ich noch mehr Nutzungsmöglichkeiten aber Sketchen ist cool.
    Und ich kann mir gut vorstellen bei dir einen Kurs zu belegen.

    Antworten

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